Sportwagenmotor
vielleicht schon zu
unauffällig. Trotz
des bei 4000/min mit
Nachdruck einsetzenden Turboschubs
mag man kaum glauben, daß
die 944-
Maschine mehr Drehmoment
(350 Nm)
bietet als das Carrera-Triebwerk.
Die
turbotypische Delle im Drehmomentver-
lauf unterhalb von 2500/min
ist nicht
störend, macht aber
auf Landstraßen
häufiges Zurückschalten
notwendig als
im Elfer. Beim 928 GT spielt
es eigentlich
gar keine Rolle, welcher
Gang gerade ein-
gelegt ist. Der fünf
Liter große V8 mit Vier
ventil-Zylinderköpfen
bringt bei 4100/min
ein maximales Drehmoment
von 430 Nm
auf die Kurbelwelle, und
die Art, wie der
928 im großen Gang
aus niedrigen Dreh-
zahlen loslegt, ist wirklich
eine Wucht
(siehe Elastizitätswerte).
Dabei reicht die
Tonleiter des Fünflitermotors
vom gemüt-
lichen V8-Grummeln im Leerlauf
bis zum
aggressiven Fauchen bei
Erreichen der
Höchstdrehzahl. Daß
solch ein großvolu-
miger Motor in einem 1,6
Tonnen schweren
Auto kein Kostverächter
sein kann, ist klar. |
Daran
gemessen sind durchschnittlich
16,3 Liter Super pro 100
Kilometer ein
akzeptabler Testverbrauch,
wenngleich
Carrera 2 und 944 Turbo
ähnlich gute
Fahrleistungen mit zwei
bis drei Litern
weniger erzielen. Bei den
Fahrversuchen,
die mit Ausnahme des Kreisbahntests,
der auf dem Porsche-Prüfgelände
in
Weissach bei Stuttgart stattfand,
im süd-
französischen Mireval
durchgeführt wurden,
verblüffte bei allen
drei Porsche-Modellen
die Leistungsfähigkeit
der Bremsen. Die
serienmäßig mit
ABS ausgerüsteten
Bremsanlagen überzeugten
durch gute
Dosierbarkeit, exakte Spurhaltung
und
außergewöhnlich
hohe Verzögerungswerte,
die begünstigt durch
den griffigen Asphalt
in Mireval - über zehn
m/s² mittlerer Verzö-
gerung. In den fahrdynamischen
Disziplinen
gerät der 928 GT allerdings
ins Hintertreffen.
Ob im Slalom, beim Wedeln
oder auf dem
Handlingskurs - der 928
wirkt schwerfällig
und unhandlich. Obwohl sein
gutmütiges
Fahrwerk (jetzt mit elektronisch
gesteuerter,
variabler Differentialsperre) |