Home

Tests

Archiv

Gästebuch

Mein 924 
und mehr ...

Fotostories
 

zurück
weiter

 Trio Grande (4)           Artikel aus AMS 7/1990
 
Sportwagenmotor vielleicht schon zu 
unauffällig. Trotz des bei 4000/min mit 
Nachdruck einsetzenden Turboschubs
mag man kaum glauben, daß die 944-
Maschine mehr Drehmoment (350 Nm)
bietet als das Carrera-Triebwerk. Die 
turbotypische Delle im Drehmomentver-
lauf unterhalb von 2500/min ist nicht 
störend, macht aber auf Landstraßen 
häufiges Zurückschalten notwendig als 
im Elfer. Beim 928 GT spielt es eigentlich 
gar keine Rolle, welcher Gang gerade ein-
gelegt ist. Der fünf Liter große V8 mit Vier
ventil-Zylinderköpfen bringt bei 4100/min 
ein maximales Drehmoment von 430 Nm 
auf die Kurbelwelle, und die Art, wie der
928 im großen Gang aus niedrigen Dreh-
zahlen loslegt, ist wirklich eine Wucht 
(siehe Elastizitätswerte). Dabei reicht die 
Tonleiter des Fünflitermotors vom gemüt-
lichen V8-Grummeln im Leerlauf bis zum 
aggressiven Fauchen bei Erreichen der 
Höchstdrehzahl. Daß solch ein großvolu-
miger Motor in einem 1,6 Tonnen schweren 
Auto kein Kostverächter sein kann, ist klar. 
Daran gemessen sind durchschnittlich 
16,3 Liter Super pro 100  Kilometer ein 
akzeptabler Testverbrauch, wenngleich 
Carrera 2 und 944 Turbo ähnlich gute 
Fahrleistungen mit zwei bis drei Litern
weniger erzielen. Bei den Fahrversuchen, 
die mit Ausnahme des Kreisbahntests, 
der auf dem Porsche-Prüfgelände in 
Weissach bei Stuttgart stattfand, im süd-
französischen Mireval durchgeführt wurden, 
verblüffte bei allen drei Porsche-Modellen 
die Leistungsfähigkeit der Bremsen. Die 
serienmäßig mit ABS ausgerüsteten 
Bremsanlagen überzeugten durch gute 
Dosierbarkeit, exakte Spurhaltung und 
außergewöhnlich hohe Verzögerungswerte, 
die begünstigt durch den griffigen Asphalt 
in Mireval - über zehn m/s² mittlerer Verzö-
gerung. In den fahrdynamischen Disziplinen 
gerät der 928 GT allerdings ins Hintertreffen. 
Ob im Slalom, beim Wedeln oder auf dem 
Handlingskurs - der 928 wirkt schwerfällig 
und unhandlich. Obwohl sein gutmütiges 
Fahrwerk (jetzt mit elektronisch gesteuerter, 
variabler Differentialsperre)