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Porsche 928 und 968 (3)
Artikel aus Test-mot 11/95
Den großen 928 GTS
zeichneten andere Qualitäten aus. WOhl in keinem anderem Auto war
ich so schnell und
dabei so entspannt unterwegs.
Mein grinsender Tankwart hat mir da immer zugestimmt, und irgendwie nehme
ich ihm das noch heute übel.
Aber er hat ja recht: Die Geschichte des Drei-Liter-Autos ist das hier
nicht.
Schon im Januar 1972,
fünf Jahre vor dem Debüt, hatte Chef-Designer Anatole Lapine
in Zuffenhausen die Gestalt
des 928 in Kunststoff gemeißelt.
Ich war in die trapezförmigen Türen verliebt. Beim Schließen
komprimierte man
soviel Luft, daß es
sich theoretisch stundenlang ohne erneute Sauerstoffzufuhr lenken ließ.
Diesen Herbst machten wir
uns mit den Türen in die Eifel auf. Weil die Menschen dort, geprägt
vom harten Klima
und vom Nürburgring,
den Porschefahrer noch gern grüßen. Es ist ein wenig wie in
Maranello, wo die Kinder die
Puppen wegschmeißen,
wenn ein Ferrari vorbeifährt und die Kirchenglocken läuten, wenn
einer in die Formel 1
gewinnt. Hier darf man noch
beschleunigen. Im GTS war ich auch diesmal ein wenig enttäuscht über
das, was nach
dem Gasstoß kam. In
5,8 Sekunden katapultierten wir und durch die 100 km/h Marke, und doch
wünschte ich immer,
es ginge noch ein wenig
besser voran. Ähnlich wie beim Steigflug des Jets kurz nach dem Start
täuschte dieses
Gefühl natürlich.
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