Aus der Traum also,
bevor er
richtig begonnen hat? Sicher
nicht ganz. Bestimmt denkt
bei
Porsche niemand daran, aus
der Studie in ihrer jetzigen
Form
ein Serienauto zu machen,
und
das ist eigentlich auch
eine
vernünftige Entscheidung.
Denn ein Cabrio-Fahrer braucht
nun wahrhaftig keinen Allradan-
trieb, und er hat für
seinen
Frischluft-Spaß auch
nicht den
mit einer schon fast beängstigen-
den Brutalität ans
Werk gehenden
Turbo-Motor nötig.
260 km/h mit
heruntergeklapptem Verdeck
-
das ist wirklich weit mehr,
als man
seiner Frisur zumuten möchte. |
Für
Rallyes ist die auf der IAA gezeigte
Konzeption ebenfalls ein
Unding. Da
sich die wilden Reiter gern
auch einmal
überschlagen, tun sie
dies sicher lieber
in einem reichaltig mit
Stahlbügeln
ausstrafierten Coupe als
in einem Cabrio-
let. Allerdings sind ja
auch andere Kom-
binationen denkbar, und
die haben tat-
sächlich gute Aussichten,
eines Tages
in Serie zu gehen. So ist
es schon kein
Geheimnis mehr, daß
es bei Porsche
auch einen ganz normalen
911 SC mit
Stoffverdeck gibt, und mit
dem ließe
sich vor allem auf dem für
Porsche
besonders wichtigen amerikanischen
Markt sicher ein Geschäft
machen.
Denn dort erlebt das "Convertible" |
derzeit eine Renaissance:
Es gibt
bereits zahlreiche kleine
Firmen,
die normalen Limousinen
das
Blechdach abschneiden, und
auch
für die Riesen Chrysler,
Ford und
General Motors wollen wieder
ins
Cabrio-Geschäft einsteigen.
Daß auch der Allradantrieb
in einer
Sonderserie für den
Rallyesport
gedachter Autos kommt -
das ist
gleichfalls mehr als eine
Spekulation.
Und all diese Aktivitäten
beweisen
zumindest eines: Daß
dem seit 1964
gebauten Heckmotor-Veteran
911
nicht nur eine lange, sondern
auch
eine aufregende Zukunft
beschieden
ist. |