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Porsche 911 Cabrio (4)                   Artikel aus AMS 09/81
 
 
 Aus der Traum also, bevor er 
richtig begonnen hat? Sicher 
nicht ganz. Bestimmt denkt bei 
Porsche niemand daran, aus 
der Studie in ihrer jetzigen Form
ein Serienauto zu machen, und 
das ist eigentlich auch eine 
vernünftige Entscheidung.
Denn ein Cabrio-Fahrer braucht 
nun wahrhaftig keinen Allradan-
trieb, und er hat für seinen 
Frischluft-Spaß auch nicht den 
mit einer schon fast beängstigen-
den Brutalität ans Werk gehenden 
Turbo-Motor nötig. 260 km/h mit 
heruntergeklapptem Verdeck - 
das ist wirklich weit mehr, als man       
seiner Frisur zumuten möchte.
Für Rallyes ist die auf der IAA gezeigte 
Konzeption ebenfalls ein Unding. Da 
sich die wilden Reiter gern auch einmal 
überschlagen, tun sie dies sicher lieber 
in einem reichaltig mit Stahlbügeln 
ausstrafierten Coupe als in einem Cabrio-      
let. Allerdings sind ja auch andere Kom-
binationen denkbar, und die haben tat-
sächlich gute Aussichten, eines Tages 
in Serie zu gehen. So ist es schon kein 
Geheimnis mehr, daß es bei Porsche 
auch einen ganz normalen 911 SC mit 
Stoffverdeck gibt, und mit dem ließe 
sich vor allem auf dem für Porsche 
besonders wichtigen amerikanischen 
Markt sicher ein Geschäft machen.
Denn dort erlebt das "Convertible" 
derzeit eine Renaissance: Es gibt 
bereits zahlreiche kleine Firmen, 
die normalen Limousinen das 
Blechdach abschneiden, und auch 
für die Riesen Chrysler, Ford und 
General Motors wollen wieder ins 
Cabrio-Geschäft einsteigen.
Daß auch der Allradantrieb in einer 
Sonderserie für den Rallyesport 
gedachter Autos kommt - das ist 
gleichfalls mehr als eine Spekulation.
Und all diese Aktivitäten beweisen 
zumindest eines: Daß dem seit 1964
gebauten Heckmotor-Veteran 911 
nicht nur eine lange, sondern auch 
eine aufregende Zukunft beschieden 
ist.