Als die Rennausführung
des Porsche
911, der Typ 935, Ende der
siebziger
Jahre seine Blütezeit
erlebte, war sein
designierter Nachfolger,
der 924, schon
seit einigen Jahren auf
dem Serienauto-
markt. Doch was die Firma
Porsche
jahrzehntelang mit Erfolg
praktiziert
hatte - nämlich positive
Imagebildung
durch Erfolge im Renn- und
Rallyesport
mit dem jeweils neuesten
Modell -, das
unterließ sie im Falle
924. Erst nachlas-
sende Verkaufszahlen des
924, vorallem
in Übersee, ließen
die Verantwortlichen
um die Jahreswende 1979/80
in Hektik
ausbrechen. Die Voraussetzungen
für
den Einsatz des 924 im Motorsport
mußten schnellstens
geschaffen werden.
Binnen kurzem wurde ein
umfangreiches
Programm durchgepeitscht:
Auf der IAA
1979 in Frankfurt testete
eine gut gemachte
"Carrera-Studie" noch die
Stimmung des
Publikums. Anfang `80 war
eine Rund-
streckenversion des 924
mit Saugmotor für |
die
amerikanische SCCA-Serie fertig.
Für die 24h Le Mans
präparierte Weissach
im Frühjahr drei 924
Carrera-"Le Mans",
die sich beachtlich schlugen.
Mitte letzten
Jahres rollte der Carrera
GT in einer Mini-
Serie (400 Exemplare) vom
Band. Anfang
Dezember 1980 bot Porsche
seinen Kunden
bereits den 924 Carrera
GTS an, der
- basierend auf dem Normal-Carrera-GT
- in
einer kleinen Evolutions-Serie
(rund 50 Stück)
aufgelegt wurde. Mit dieser
Wettbewerbsver-
sion des Porsche 924-Turbo
schafften die
Stuttgarter die besten Voraussetzungen
für
den Motorsport-Einsatz dieses
Modells in
Kundenhand. Während
das Werk schon
einen Schritt weiter ist
- Porsche probiert
seinen neuen Vierzylinder
aus, der in zwei
Jahren den Audi-Vierzylinder
ersetzen soll -,
sind mit Beginn der Rennsaison
1981 die
ersten Carrera GTR unter
privater Bewerbung
auf Rennstrecken gesichert
worden. AUTO
ZEITUNG hatte Gelegenheit,
erste Fahrein-
drücke im 924 Carrera
GTS zu sammeln. |