Die größten Differenzen
zeigen sich offensichtlich
im Karosseriebereich. Der
Porsche ist auf den
ersten Blick als Sportwagen
erkennbar, lange
Frontpartie und knapp geschnittene
Fahrgastzelle
verraten, daß Nutzwert
nicht erste Priorität hat.
Ganz anders der BMW. Eine
herkömmliche Lim-
ousine wurde mit einer Fülle
von Zutaten auf
sportlich getrimmt. Dickbauchige
Kotflügelverbrei-
terungen, voluminöse
Spoiler sowie eine schräger
gelegte Heckscheibe verraten
die Absicht.
Ein Sportwagen nach Art
des Porsche 944 S ver-
spricht überlegene
Fahrleistungen. Um diese zu
erreichen, statteten die
Stuttgarter Spezialisten
den Zylinderkopf mit vier
Ventilen dieser Technik
und hinreichend bekannt.
Das Ergebnis der Kom-
bination mit einem relativ
großen Hubraum sind
190 PS (140 kW). Dabei spielt
es nach Art des
Hauses keine Rolle, ob mit
oder ohne geregelten
Katalysator. |
Alles
in allem günstige Voraussetzungen für
eine dynamische Motorisierung.
Doch schon
nach den ersten Kilometern
im 944 S offen-
bart der jüngste Porsche-Sproß
einen eher
lethargischen Charakter.
Auf Gaspedalbewe-
gungen reagiert die Großkolben-Maschine
nicht mit dem von anderen
Vierventilern ge-
wohnten Biß. Statt
dessen herrscht der Ein-
druck, als würde die
Motor-Elektronik Denk-
pausen beanspruchen. Besonders
irritiert
dieses Gefühl von fehlender
Kraft im Bereich
unter 4000 U/min. Erst über
5000 U/min zeigt
der Porsche-Vierventiler
sein zweites Ich.
Dann dreht er munter hoch
bis 6800 Touren,
wo die Kraftstoffzufuhr
unterbrochen wird.
Von überschäumendem
Temperament kann
allderdings in keinem Drehzahlbereich
die
Rede sein. Dazu wirkt der
neue S-Motor
immer ein wenig zu bequem. |