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Porsche 928 Cabrio (4)        AMS         22/1986

 
Zudem sollte das Jurinke-Cabrio die Umbau-
Aktionen als vollwertiger Viersitzer überste-
hen. So entstand ein Spezial-Verdeck, eine 
Eigenanfertigung, die einerseits gänzlich in 
der Luke vor dem Kofferraum abtaucht, an-
dererseits aber auch noch Platz für die hin-
teren Einzelsitze des 928 läßt.
Das Cabrio-Verdeck des nachträglich geöff-
neten 928 entspricht italienischer Lebensart
vom Schlage des Fiat 124 Spider oder Alfa-
Spider: Am Frontscheibenrahmen werden 
Hakenverschlüsse geöffnet, dann noch auch
ein paar Druckknöpfe und die Falzung der 
Plastik-Heckscheibe geachtet - fertig ist die 
Unterbringung des Stoffdachs im Heckabteil
des Open-air-Porsche. Über den Verdeck-Stoff 
wird dann noch eine Persenning gespannt, die
sich per Druckknöpfen und Klettbändern an der
Karosserie festhält.
Etwa in zehn Wochen müssen sich Jurinek-
Kunden gedulden bis das mit Blechdach an-
gelieferte Fahrzeug als Softtop aus der Werk-
statt rollt. Die Wartezeit läßt sich dabei eben-
so spielend verlängern wie die Zahlenreihen 
auf der Rechnung. Denn neben der 928-Öff-
nung bietet Jurinek ein erhebliches Sortiment
an Umbau-Posten an, das den 928 zum Show-
mobil mit einem Einstandspreis von weit über 
200 000 Mark machen kann.
Die Neigung zu breiten Kotflügeln, Rädern und 
Reifen, flachen Schnauzen und schwellenden 
Schwellern gehört für Jurinek ohnehin zu den 
Verpflichtungen des Arbeitsalltags: Der Jung-
unternehmer übernimmt im Auftrag von Vittorio
Strosek aus Utting am Ammersee technische 
Arbeiten an umgebauten Porsche 928, wie bei-
spielsweise Tieferlegungen oder Verbreiterung
der Spur. In landsmannschaftlicher wie auch 
geschäftlicher Verbundenheit verbaut Jurinek 
so auch an seinem Offen-928 die Kunststoff-
teile, die Stroseks Unternehmen Automobil-
design unter die 928-Klientel verteilt.