Zuneigung müssen
auch die Kunden habe, denn
immerhin 69 000 Mark plus
Mehrwertsteuer möchte
Jurinek gern verbuchen,
soll er Hand an die 928-
Öffnung legen. Er hat
dies bislang schon fünfmal
getan, beginnend mit der
ersten Experimentalstufe
aus zwei Schrott-Fahrzeugen,
die so annehmlich
ausfiel, daß gleich
vier Kundenaufträge eingingen.
Wer bei Jurinek mit einem
928 vorfährt und sagt
"Mach auf", muß in
Kauf nehmen, daß sein teures
Automobil zuallererst gründlich
ausgeweidet wird.
Und damit nicht allein die
Entnahme der Sitze ge-
meint, sondern der Ausbau
der kompletten Innen-
einrichtung, plus Demontage
der Türen, der vorder-
en Kotflügel und der
Blechflanken hinten. Denn das
Operationsteam um Jurinek
ist in erster Linie an
der Freilegung von Hohlräumen
in der 928-Karos-
serie interessiert, um dort
eine Art Gitterrohrrahmen
als stützendes Korsett
zu verschweißen.
Die Verstärkungen für
das künftige 928-Cabrio
bestehen aus soliden Vierkant-Stahlprofilen,
die dem Wagen helfen sollen,
auch ohne Fest- |
dach auf der
Landstraße möglichst verwindungs-
frei überleben zu können.
Den großen Anteil an
der 928-Armierung hat, so
Jurinek, ein Rohrver-
bund, der sich um die U-förmige
Aussparung der
Türen von den vorderen
Federbeinen bis zu den
Achsaufnahmen hinten schlingt.
Natürlich gehö-
ren auch noch Quertraversen
im Heck des Wa-
gens und Stützpfeiler
zu wichtigen Karosserie-
Knotenpunkten zum Stärkungsprogramm
des
928-Skeletts.
Die Enthauptung des Wagens
geschieht rüde
und ohne Pardon. Dem 928
wird der Blechskalp
ab dem Frontscheiben-Rahmen
abgezogen,
auch die B-Säule fällt,
und vor dem Kofferraum-
Abteil wüten Blechschere
und Trennsäge beson-
ders intensiv. Denn man
hat sich vor der Kielle-
gung des 928-Cabrios die
Vorgabe gemacht, ein
voll versenkbares Verdeck
anzubieten - anders
als es Porsche beispielsweise
am 911 oder 944
Cabrio vorzeigt. |