Herbert Jurinek, 33, ist
Geschäftsmann in Alling,
vor den Toren Münchens,
mit zwei dunklen Punk-
ten in der Lebensgeschichte:
Es heißt tatsäch-
lich Heribert und ist jünger,
als er angibt. Sowas
kommt schon mal vor bei
einem, der von unten
nach oben drängt, was
bei Heribert Jurinek, in
Wahrheit 32, bedeutet, daß
er sich nach dem
Frisieren preiswerter Studentenautos
übergangs-
los der Pflege feinster
Porsche-Ware, dem 928,
zugewandt hat.
Nun ist der Sprung vom Renault
4 zum Porsche 928
nur dann ein paar Hausnummern
zu groß, wenn der
Mann sein Handwerk nicht
versteht. Das scheint bei
Kraftfahrzeugmeister Jurinek
nicht der Fall zu sein,
denn seine Werkstatt in
Alling steht voll mit Kun-
den-928, zur Pflege, Wartung
und Reparatur. Jurinek,
der sich selbst als 928-Fan
bezeichnet, ist Anlaufstel-
le für Porsche-Fahrer,
deren Fahrzeuge - aus zweiter,
dritter oder x-ter Hand
- jenseits der Garantiezeit und
Meldepflicht bei Porsche-Vertragshändlern
stehen. |
Als umtriebener
Mensch, der zwischen Tag- und
Nachtschichten vor Ort auch
Fernreisen nicht zu
kurz kommen läßt,
entdeckte Jurinek die ameri-
kanische Idee vom wahrhaften
Lust-Automobil:
"Offen müssen sie sein
und einen V8-Motor be-
sitzen - wie die Ami-Wagen
an den Anlegestellen
von Palm Beach." Und als
er sich daheim mal wie-
der in den Motorraum eines
Porsche 928 verkroch
und die Zündfolge abzählte
(1-3-7-2-6-5-4-8), merkte
er, daß seinem Objekt
der Begierde und Umsatz-
steuer eigentlich nur noch
eins fehlte: mehr Luft von
oben.
So gedieh das Berufsbild
von Heribert Jurinek vom
Werkstatt-Besitzer zum Cabrio-Bauer.
Daß seine
ersten Luftmanöver
ausgerechnet auf Porsche 928-
Basis erfolgten, begründet
Jurinek zwar primär mit
seiner tiefen Zuneigung
zu diesem Typ, aber auch
mit Verneigung vor der Qualitätsarbeit
der Schwaben.
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