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 Vergleich Porsche 959, Porsche 962, Porsche 911 

 Ring frei für Porsches Boxer-Staffel (3)
 

Unterschiedlicher können Vergleichskandidaten eigentlich kaum sein. Eine Preisdifferenz
von rund 800 000 Mark zwischen dem billigsten und dem teuersten Auto, ein Leistungsgefällle
von über 400 PS, ein Allrad-Auto zwischen zwei heckangetriebenen Konkurrenten und graviere
nde Unterschiede im Platzangebot - was mit man da noch vergleichen?
Nun, es gibt auch Gemeinsamkeiten: Die drei Kandidaten im Gegenwert von knapp anderthalb 
Millionen Mark haben nicht nur ihren Hersteller, gemeinsam. Jeder für sich steht im Ruf,
nicht gerade ein stinknormales Fortbewegungsmittel, sondern eher schon eine Legende zu 
sein. Der Porsche 911, in seiner Grundform bereits seit rund 25 Jahren auf dem Markt, ist der 
konkurrenzlose Klassiker in der Sportwagen-Klasse. Seine Fan-Gemeinde wird mit der Zeit 
eher größer als kleiner - und der sägende Sound des luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotors 
im Heck ist nach wie vor der Hit.
 

Der 911: Klassiker ohne Konkurrenz

Ebenfalls nicht mehr der Jüngste ist der Porsche 962. Sein fast baugleicher Vorgänger, der
956, drehte im Frühjahr 1982 seine ersten Runden. In der Folge gewannen Porsches Gruppe-C-
Boliden sechsmal die Marken-Weltmeisterschaft. Damit zählt Porsches schnellstes Stück zu 
den erfolgreichsten Rennwagen aller Zeiten.
Jüngster im Bunde ist der Porsche 959, das teuerste und schnellste Auto, das je auf Deutsch-
lands Straßen rollte. Zum stolzen Preis von 420 000 Mark erhalten 200 finanzkräftige Kunden 
aus aller Welt ein Vehikel, das bei Bedarf locker 315 Sachen rennt und über alle Feinheiten 
verfügt, die im Automobilbau machbar sind.
Dabei sieht man dem 959 seine Qualitäten auf den ersten Blick kaum an. "Den haben Sie aber 
nett zurechtgemacht", meinte ein wohlwollender Tankwart angesichts des High-Tech-Renners - 
und glaubte allen Ernstes, an seiner Zapfsäule stünde ein optisch getunter 911. Und tatsächlich:
Abgesehen von der windkanalgeprägten Frontpartie, den ausgebauchten Kotflügeln und dem
extravaganten Heckspoiler ist die Verwandtschaft mit dem Elfer unverkennbar.
Im Innenraum sind sich die beiden noch ähnlicher. Nur an Kleinigkeiten werden die Unterschiede
deutlich. Das klassische Armaturenbrett beispielsweise beherbergt ganz rechts außen ein In-
strument, dessen Bedeutung erst nach ausgiebiger Lektüre der Betriebsanleitung klar wird. Vier 
Kontroll2leuchten zeigen an, welcher der vier möglichen Stufen für die Verteilung der Antriebskraft
gerade gewählt ist. Über einen Hebel an der Lenksäule kann die optimale Kraftverteilung auf
trockener, nasser oder glatter Strasse programmiert werden - und für ganz schlimme Situationen
lassen sich sogar Zentral- und Hinterachsdifferential sperren.