"Wie
man sieht, sind vier Zylinder eigentlich
rausgeschmissenes Geld",
witzelte Porsche-
Chef Fuhrmann, der im übrigen
fast doch noch
einen Gesamtsieg hätte
feiern können. Denn
die Top-Favoriten Jacky
Ickx/Reinhold Joest,
die sich mit dem siegreichen
Rondeau nahezu
über die gesamte Distanz
einen spannenden
Kampf um die Spitze lieferten,
fuhren mit ihrem
Porsche 908/80 genannten
Gefährt ein Auto,
das völlig den 936-Werkswagen
von 1977 glich.
Was Wunder, denn das Know-how
und die
Karosserieteile ("Teile
von Unfallwagen, die wir
gekauft haben") hatte der
clevere Reinhold Joest
aus Weissach bezogen und
ein technisch und
optisch hervorragendes Auto
gebaut. Wenn
Jacky Ickx trotzdem der
fünfte Le Mans-Sieg
versagt blieb, lag dies
an einer Schwachstelle,
die schon den 78er Werkswagen
zu schaffen
gemacht hatte: Der fünfte
Gang streikte. Die
Reparatur kostete entscheidende
28 Minuten,
und da am Ende auch noch
das Differential
angeknackst war, musste
sich Ickx die Schluss-
attacke verkneifen. |
Die
beiden vom BMW-Werk eingesetzten
beziehungsweise betreuten
M1 konnten
sich leider nur in der Anfangsphase
in
Szene setzen. Stuck nutzte
die Gunst des
starken Regens und blies
zu Beginn fröhlich
vor dem gesamten Felde her.
Ein Ausritt des
Franzosen Mignot mit dem
Quester/Pironi-
Wagen sowie technische Probleme
(Brems-
scheiben, Schwingungsdämpfer,
Auspuffkrüm-
mer) an beiden Fahrzeugen
bescherten den
Münchnern nur die Plätze
14 und 15. Die
großen Verlierer waren
die Porsche 935, bei
denen zur Halbzeit das große
Sterben begann.
Ebenso wie der zeitweise
führende 935 des
Loos-Teams mit Wollek-Kelleners
beklagte
auch die im letzten Jahr
siegreiche Kremer-
Truppe an dem vom Werk gelieferten
Motoren
durchgebrannte Kopfdichtungen.
Nicht nur allein
aus diesem Grunde scheint
die Zeit der 720-PS-
Saurier zu Ende zu gehen.
Porsche-Rennleiter
Manfred Jantke: "Nächstes
Jahr zünden wir mit
dem 924 die zweite Stufe.
Mit 150 PS mehr ist
der dann dem 935 mindestens
ebenbürtig." |