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Nach 25 Jahren:
Erinnerungen an Ferdinand

Wenn sich Helmuth Bott, Porschemann seit den ersten Tagen und Leiter der Entwicklungsabteilung, erinnert, dann spielt „Ferdinand“ eine wichtige Rolle.

Er ist ein mausgraues 356-Coupe Jahrgang 1950, und er wurde Ferdinand genannt, weil ihn der Professor zu seinem 75. Geburtstag geschenkt bekam.


Ferdinand erwies sich beim Proberitt auf der Versuchsbahn als laufbehindert, verlor Öl und büßte zu allem Überfluß auch noch seinen Gaszug ein. Wer jedoch weiß, was Ferdinand in 25 Jahren alles hinter sich brachte, bringt Verständnis dafür auf.

Denn dieses Auto war einer der wichtigsten Versuchsträger überhaupt. Nachdem es der Professor bis zu seinem Tode 1951 gefahren hatte, wurde Ferdinand sukzessive mit allem Fortschritt probehalber bestückt, den die Porsche-Ingenieure für die Serie freigeben wollte. Er bekam das erste Synchrongetriebe (1951), wer wurde als erster Porsche von einem Gleitlagermotor angetrieben (1952), und er verspürte ein Jahr später die wahre Faust im Nacken: Der erste Carrera-Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen pro Zylinderreihe und 100 PS Leistung erlebte im Ferdinand seine Straßenerprobung.

So kamen, zusammen mit Stabilisator-, Vorderachs- und Gürtelreifen-Versuchen im Laufe der Jahre runde 450 000 Kilometer zusammen. Verunglückt ist Ferdinand in dieser Zeit niemals- einziger ernsthafter Zwischenfall blieb ein Vergaserbrand 1954 am Engelbergtunnel in der Nähe von Stuttgart. Gelöscht wurde mit bereit liegendem Schnee, Fahrer war Dr. Ernst Fuhrmann, Schöpfer des Carrera-Motors und heute technisches Vorstandsmitglied von Porsche.