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Prototyp in Weissach:
40 PS Jahrgang 1948

Das Museumsstück, das auto motor und sport auf dem Porsche-Versuchsgelände zum Fahren zur Verfügung stand, machte einen ausgesprochenen rüstigen Eindruck. Denn die 40 Pferde, die der 7:1 verdichtete und mit zwei Fallstrom-Vergasern bestückte Boxer bei 4000 Touren entwickelt, haben nicht viel zu ziehen. Das handgefertigte Exemplar bringt dank ausgiebiger Verwendung von Leichtmetall gerade 585 Kilogramm auf die Waage, so dass auch nach heutigen Begriffen noch eine gewisse Munterkeit vorhanden ist.
 
 
Der Vorgänger der Baureihe 356 entstand in Gmünd/Kernten 
und blieb Einzelstück. Sein 1,1 Liter-Motor lag vor der 
Hinterachse, 
das im Motorraum angebrachte Typenschild
bescheinigt dem Leichtmetall-Auto
bescheidene 585 kg.

Der Fahrer erlebt sie in brausendem Fahrtwind, doch kann das Getöse des noch als Mittelmotor-Aggregat ausgelegten Antriebs niemals überhört werden. Ansaug- und Auspuffgeräusch sind überaus herzhaft, im übrigen zeigt der kleine Vierzylinder typische Sportmaschinen-Eigenart vergangener Zeiten: „Unten“ herum ist die Füllung schlecht und die Zugkraft deshalb gering – Patschen in den Vergasern kündigt an, dass es 3000 U/min schon sein sollten.

Bleibt zu erwähnen, dass das Getriebe des 356-Vorläufers unsynchronisiert ist, dass die Bremsen hohe Pedalkräfte verlangen und dass das ganze auf Schmalspur-Dimensionen 5.25 x 16 rollt. In Sachen Fahrsicherheit war man 1948 noch nicht sehr weit – leistungsmäßig erschien der automobile Fortschritt schon sichtbarer. Denn auch die Nummer Eins lief schon 140 km/h.